Rückenprotektor Test 2016 – So wird er durchgeführt

Schützen Sie Ihren RückenWie funktioniert eigentlich ein Rückenprotektor test? Diese Frage kann am besten der TÜV Rheinland beantworten, denn er führt diese Tests nach dem immer gleichen Schema durch. Um dies zu verstehen, muss man wissen, dass es eine europäische Norm gibt, die für die Protektoren gilt. Nur wenn die Testergebnisse gewisse Prüfkriterien einhalten, gibt es die Zertifizierung nach der Norm EN 1621-2. Was aber steht drin in der Norm? Was muss so ein Protektor ab können und sind die Bedingungen realistisch, unter denen die Protektoren getestet werden? Eine Antwort auf diese Fragen liefert ein Blick in die entsprechende Norm. Hier ist festgelegt, dass der Test der Rückenprotektoren so abzulaufen hat, dass ein 5 Kilogramm schwerer Stempel aus einer Höhe von einem Meter auf diese fallengelassen wird. Dabei darf die Kraft, die von den Protektoren an den Rücken weitergeben würde, höchstens 18 Kilonewton (bei Level 1), bzw. 9 Kilonewton (bei Level 2) betragen. Fast alle Protektoren auf dem Markt sind allerdings nach der für den Träger sichereren Level-2-Norm zertifiziert. Dass bei einem Rückenprotektor die Testergebnisse so schlecht waren, dass dieser lediglich mit Level 1 zertifiziert wurde, kommt aufgrund der ausgeklügelten Aufbauweise und der modernen Materialien, inzwischen kaum noch vor.

Das bei den Tests simulierte Wirkprinzip, das auch den klassischen Einsatzzwecke eines Rückenprotektors widerspiegelt, ist hingegen immer dasselbe. Eine von außen einwirkende Kraft (Aufprall) wird über den Protektor möglichst gleichmäßig auf eine größere Fläche verteilt, weil sie auf diese Weise weniger Schaden anrichten kann, als wenn sie punktuell wirkt. Es ist im Grunde vergleichbar mit einem Schneeschuh, den man auch nur deshalb anzieht, um ein Einsinken in den Schnee aufgrund des eigenen Körpergewichts dadurch zu verhindern, dass man dieses Gewicht auf eine größere Fläche verteilt.

Eine zusätzliche Wirkung der Rückenprotektoren liegt, abhängig von der Art der verwendeten Materialien, in einer Aufnahme der einwirkenden Energie in einer Art Knautschzone, da teilweise Schaumstoffe verwendet werden, die einen Teil der Energie durch das Zusammengedrückt-werden absorbieren. Die Schaumstoffe können bei einem wirklich harten Aufprall jedoch nicht die gleiche Art von Schutz bieten, wie beispielsweise ein Rückenprotektor aus Hartplastik. Diese Erkenntnis ergibt sich aber eigentlich schon alleine mit gesundem Menschenverstand. Generell lässt sich ein Zielkonflikt der Hersteller ausmachen, der sich zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit bewegt. Die Protektoren möglichst großflächig aus Hartplastik zu bauen, wäre sicherlich das zuverlässigste, aber eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit ließe sich mit so einer Bauart kaum verhindern. Schaumstoffe bieten zwar eine hohe Bequemlichkeit und wenig Bewegungseinschränkung, aber eben einen Schutz, der mit den Werten der Protektoren aus Hartplastik nicht mithalten kann.

Einen völlig neuen Kompromiss könnten Westen bieten, die sich noch beim Sturz im Bruchteil einer Sekunde aufblasen wie der Airbag eines Autos und auf diese Weise ihren Trägern vor den Folgen eines Zusammenstoßes schützen. Erste Modelle sind bereits für die Sportarten Reiten und Motorradfahren jeweils auch für Kinder erhältlich. Für Wintersportler sind darüber hinaus sogar Modelle mit Lawinenschutz erhältlich. Da diese Westen den Träger beim Fahren kaum stören und trotzdem ein hohes Maß an Sicherheit bieten, ist zu erwarten, dass diese in den nächsten Jahren immer mehr an Popularität gewinnen werden. Möglicherweise muss dann auch der Test der Protektoren entsprechend angepasst werden, weil dann auch Fragen wie beispielsweise die Dauer, die die Weste zum Aufblasen benötigt oder die Zeitspanne, in der diese aufgeblasen bleibt, wichtige Kriterien sein können. Bislang aber kommen diese Kriterien nicht in der zitierten europäischen Norm vor.

Übrigens werden die Rückenprotektoren für Skifahrer, Snowboardfahrer, Motorradfahrer, Downhillfahrer und die für alle übrigen Sportarten erhältlichen, sämtlich nach dieser europäischen Norm getestet. Somit ist prinzipiell ein Rückenprotektor, den man sich für das Motorradfahren im Sommer gekauft hat, auch im Winter auf der Skipiste ein guter Begleiter, der im Ernstfall hier wie da zuverlässig vor Verletzungen schützen kann.

Rückenprotektor Test – Sweet Protection Rückenprotektor Grinder

Testsieger unter den Rückenprotektoren, der Sweet ProtectionVergleiche oder Prüfnormen muss dieses Exemplar nicht fürchten. Im Gegenteil. Durch seine massive Konstruktionsweise ist er wie ein Schutzhelm für den Rücken. Die Hartplastikplatten verteilen dabei im Falle eines Aufpralls die einwirkenden Kräfte zuverlässig auf die gesamte Fläche des Protektors und eine spezielle Technologie verhindert zusätzlich das Eindringen spitzer Gegenstände. Lobend zu erwähnen ist noch, dass er weit genug nach unten gezogen ist, um bei einem Aufprall auch das Steißbein zuverlässig zu schützen. Diese Eigenschaft ist es auch, die den Protektor für Motorradfahrer etwas unbequem machen könnte. Hier dürfen die Protektoren nicht zu weit nach unten gehen, da sie sonst die Sitzposition beeinträchtigen können. Das kommt aber auch wieder auf das gefahrene Motorrad an und wird bei einem Supersportler andere Ergebnisse liefern, als auf einer Chopper.

Fazit:

Der Sweet Protection Rückenprotektor ist so zu beurteilen, dass hier ein Protektor dem begeisterten und sich gerne absichernden Wintersportlern das gute Gefühl gibt, im Falle eines Falles gut geschützt zu sein.

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Rückenprotektor Test – Ortema Ortho-Max

Der Testsieger der größten deutschen MotorradzeitschriftDie Zeitschrift Motorrad wählte Ende letzten Jahres diese Protektorenweste überraschend zum Rückenprotektor Testsieger, weil er ein gelungenes Gesamtpaket liefert, das die wichtigsten Vorzüge eines guten Protektors in sich vereint. Besonders erfreulich ist, dass beim Rückenprotektor Test der Ortho-Max lediglich eine Restkraft von 5 Kilonewton an den Rücken weitergegeben hat. Erlaubt ist nach Level 2 Norm fast das Doppelte (9 Kilonewton). Durch das verwendete Mashgewebe ist zudem ein stets komfortabler Sitz garantiert und darüber hinaus eine gute Belüftung des Protektors. Gerade an heißen Tagen im Sommer ermöglicht der Protektor so einen hohen Tragekomfort.

Fazit:

Der Ortema Ortho-Max überzeugte beim Test durch seine besonders guten Dämpfungswerte. Dadurch, dass es sich hier um eine Weste handelt, wird ein Verrutschen während des Aufpralls zuverlässig verhindert. Es handelt sich hier um einen Rückenprotektor, welcher gleichermaßen für Motorradfahrer und Wintersport-Enthusiasten geeignet ist.

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