Reitwesten Test 2020 im Vergleich

Rückenprotektor Reiten HKM

Rund 90.000 Reitunfälle sind jedes Jahr zu beklagen. Zum Glück bleiben die meisten dieser Stürze ohne dauerhafte Folgen. Schürfwunden, Zerrungen und sogar Knochenbrüche an Armen und Beinen sind dabei weit weniger gefährlich, als Verletzungen im Brustbereich.

Schutz beim Reiten ist wichtigLetztere lassen sich jedoch mit entsprechender Schutzausrüstung, wie zum Beispiel einer Reitweste, effektiv verhüten. Dies ist sehr wichtig, da gerade Verletzungen im Bereich des Rückens gravierende Spätfolgen haben können. Um das Verletzungsrisiko beim Reiten effektiv zu vermindern, gibt es inzwischen eine ganze Reihe verschiedener Lösungen.

Der Schutz, den diese beim Reiten bieten, unterscheidet sich je nach Bauart. Und zwar deshalb, weil die Westen aus verschiedenen Materialien gefertigt werden und somit verschiedene optimale Einsatzbereiche haben. Eines jedoch gilt übergreifend für alle Reiter: Man sollte stets mit Schutzausrüstung reiten. Auch, wenn man nur einen harmlosen und eher gemächlichen Ausritt plant. Denn man weiß nie, ob das Pferd nicht wegen irgendetwas erschrickt, plötzlich scheut und einen dann als Reiter abwirft.

Je nach Untergrund kann auf so einen Abwurf eine mitunter sehr harte Landung folgen, z.B. wenn der Untergrund aus Asphalt ist. Hinzu kommt, dass die Höhe, je nach Pferderasse, Geschlecht und Alter des Pferdes, unter Umständen eine beachtliche Größe erreichen, wenn sie sich vor den Gefahren verbergen.

Reitweste kaufen – darauf sollten Sie achten

Eine Sicherheitsreitweste besteht in der Regel entweder aus verschiedenen Kunststoff schäumen oder aber Platten aus Kunststoff. sie ist dabei meist nur etwa 2-3 cm dick und kann ohne weiteres unter einer einer Jacke getragen werden.Bei den meisten Modellen ist somit von außen nicht ersichtlich, ob ein Reiter unter ein eine entsprechende Weste trägt.

Die Sicherheitswesten sind in verschiedenen Schutzklassen zu erwerben. Ein Grundschutz ist gewährleistet mit einer Weste der Klasse BETA 2000/2009 Level 1. Ein höheres Sicherheitspotenzial bietet Level 2, welches ein mittleres Sturzrisiko abfedern kann. Es empfiehlt sich jedoch prinzipiell der Kauf einer Sicherheitsweste des Levels 3, da nur diese den besten Schutz bietet und somit zuverlässig vor Verletzungen bewahrt.

Was zeichnet eine gute Schutzweste aus? Zunächst ist das Brust- und Rückenteil ein wesentlicher Punkt, auf den sie beim Kauf achten sollten. Hier sind die Polster verbaut, die bei einem Aufprall den Schutz gewährleisten. Darüber hinaus ist bei manchen Modellen auch ein Seitenteil verbaut, welches eine zusätzliche Schutzwirkung bei einem Seitenaufprall bietet.

Die Art und Weise, wie die Weste am Reiter befestigt wird, unterscheidet sich von Modell zu Modell. Manche Hersteller haben hierbei auf einen Reißverschluss zurückgegriffen, welcher in der Mitte der Brust liegt. Außerdem gibt es Modelle, die mittels eines Klettverschlusses befestigt werden, ganz so, wie sie das von z.B. Schusssicheren Westen aus Fernsehfilmen kennen.

Aufgrund der Tatsache, dass Reiter in der Regel im Sattel sitzen, ist die Länge des Rückens bei den meisten Modellen nicht so lang, dass hier eine Beeinträchtigung bestünde. Stattdessen ist der Rückenabschluss in der Regel etwas kürzer gehalten und leicht abgerundet oder flexibel. Bei einigen Modellen lässt sich die Rückenlänge auch ganz auf den Bedarf des Reiters einstellen. Es ist wichtig, hier darauf zu achten, dass die Länge optimal gewählt wird, denn nur auf diese Weise kann die Weste den optimalen Schutz im Falle eines Sturzes bieten.

Die Bewegungsfreiheit ist in ist bei den meisten Modellen nicht wesentlich eingeschränkt. Es empfiehlt sich jedoch für Frauen, die eine größere Oberweite besitzen, auf spezielle Modelle zurückzugreifen, die der Armen angefertigt wurden. Bezüglich der Körpergröße sind inzwischen von allen Herstellern unterschiedliche Größen erhältlich. Manche bieten Modelle bereits ab Größe XXS an und sind somit auch für Kinder gut geeignet.

Airbag Reitweste

Sie kennen das Funktionsprinzip vom Auto. Bei einem Aufprall bzw. Unfall öffnet sich ein vorher Lenkrad oder dem Armaturenbrett oder den Sitzen befindliche Luftsack und lässt sich innerhalb von Sekundenbruchteilen auf, damit der Körper des Passagiers geschützt.

Das Prinzip bzw. die Funktionsweise bei Reitern ist hierbei fast identisch und funktioniert durch eine in der Weste integrierte CO2 Patrone. Diese sorgt dafür, dass im Ernstfall die Luftkammern in Sekundenbruchteilen aufgeblasen werden. Wann ein Ernstfall besteht, „bemerkt“ die Weste dadurch, dass an der am Sattel befestigten Verankerungsschur angerissen wird. Und zwar dadurch, dass sich beim Sturz der Körper des Reiters vom Pferd schnell entfernt. Oder einfacher ausgedrückt: Er fällt herunter.

Durch diese tolle und zuverlässige Technik bietet die Airbagweste den umfangreichsten und zuverlässigsten Schutz. Auch deswegen, weil hier von den aufgeblasenen Luftpolstern auch der Nackenbereich und die Hüften mit geschützt werden. Dies ist bei anderen Modellen meist nicht der Fall.

Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Bässe nach dem Sturz weiter verwendet werden kann. Allerdings ist natürlich die CO2 Patrone auszutauschen, da diese nur einmal funktioniert und danach leer ist.

Preislich sind diese Airbags für Reiter zwar im oberen Bereich angesiedelt, überzeugen jedoch aufgrund ihrer kompromisslosen Schutzfunktion uneingeschränkt.

Rückenprotektor Vergleich

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Reitwesten
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